15 Minuten Ruhm

 

2019

Partizipatorische/Interaktive Fotoinstallation

Holz, Monitore, Software, Stoff, Text

Ca. 200 x 100 x 100 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                    

 

 

In Zeiten des Internets bzw. unzähliger Social Media Plattformen ist der Begriff Selfie ständiger Begleiter vieler Menschen und dadurch (beinah) omnipräsent. Das erste Mal erschien der Begriff am 13. September 2002 in einem australischen Online-Forum. Der Hang des Menschen zur Selbstdarstellung besteht aber fast so lange wie die Menschheit selbst. Seit einigen Jahren gesellt sich zur Selbstdarstellung  immer mehr die Selbstbezogenheit, die einher geht mit einem Bedürfnis nach Selbstbestätigung, das durch die Zahl der Likes befriedigt wird – oder eben nicht.

Gina Thomas schreibt dazu am 19.11.2013 im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Die Verbreitung des Selfie-Phänomens zeugt aber auch von der dramatischen Beschleunigung des Lebenstempos durch den technologischen Fortschritt. Es ist noch nicht so lange her, dass Andy Warhol die Flüchtigkeit des Ruhmes auf die Formel brachte, dass jeder künftig fünfzehn Minuten berühmt sein werde. Inzwischen sind es manchmal nur noch Bruchteile einer Minute geworden“. Genau bei dieser Thematik setzt meine Arbeit an. Die BetrachterInnen können mittels eines Fotoautomaten ein Selfie anfertigen. Durch eine spezielle Software können die BesucherInnen selbst bestimmen wer wie lange auf einem, außen am Fotoautomaten angebrachten Monitor, zu sehen ist und somit die Zeitdauer von Ruhm und Berühmtheit steuern und beeinflussen.