Ident.I.tät?     (Fotocopyright Originalabbildung/Collagematerial : Hilde van Maas / georg khittl.com)
Ident.I.tät? (Fotocopyright Originalabbildung/Collagematerial : Hilde van Maas / georg khittl.com)
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Portfolio Evi Leuchtgelb_Collage-Überble
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KÜNSTLERINNENSTATEMENT

 

Inspiriert von KünstlerInnen, wie Caspar David Friedrich, Rene Magritte, Man Ray, Hannah Höch, Fischli und Weiss oder Thomas Feuerstein, meinen unmittelbaren Lebensrealitäten und meinem Atelier inmitten der Natur entwickle ich konzeptuelle, oft  transdisziplinäre Arbeiten.

Hauptaspekt sind Rituale, unterschiedl. Realitäten, aber auch vorherrschende Scheinwelten und Mysterien des alltäglichen Lebens künstlerisch zu verwerten und dadurch den fließenden Übergang zwischen beidem aufzuzeigen.

Die formale Umsetzung bewegt sich zwischen Fotografie/Collage/Überblendung und (interaktiver) Installation. Verschiedenste Materialien, Medien oder Ebenen überlagern sich oder werden miteinander verknüpft.

Mythologien, spezielle Orte, (Natur-)Phänomene, Redensarten, wissenschaftliche Arbeitsmethoden, historische Ereignisse oder gängige Klischees/Stereotypen bilden meist die Ausgangsbasis meiner Arbeiten.

Bildinhalte und Thematiken werden auf- oder übereinander collagiert, montiert, projiziert oder gezeichnet. Manchmal zufällig positioniert, meist aber sorgfältig ausgewählt, entstehen mittels Kontextverschiebung oder assoziativer Motivaneignung, aus bereits bestehenden Bildern, Sprachformen und Verhaltensmustern Neuinterpretationen oder gänzliche Neudefinitionen.

Ich agiere als Alltagsforscherin, nehme eine (selbst-)beobachtende Haltung ein, untersuche und hinterfrage menschliche Verhaltensmuster und Gedankenstrukturen, inszeniere oder erfinde Geschichte(n) und schlüpfe dabei in diverse Rollen.  Sehr oft weisen meine Arbeiten spielerischen Charakter auf, binden den Zufall mit ein oder führen die BetrachterInnen durch Täuschung Witz und Ironie in die Irre.

Begriffe wie Sünde/Begierde, Schönheitswahn/Perfektion, Sein und Schein, tarnen und täuschen, sehen und hören, Sinn/Unsinn, Tatsache/Fiktion, Natur und Wissenschaft bilden den thematisch roten Faden durch mein multimediales Werk.

  

"Auf humorvolle und leicht zugängliche Weise will Leuchtgelb zur Irritation von Gewohnheiten, die wir im eigenen Alltag zwar erleben, aber nicht thematisieren, anregen. Sie fordert auf, sich ein eigenes Bild zu machen, nicht den groben Pauschalisierungen und den populären Vereinfachungen Folge zu leisten, sondern genau hin zu sehen  - um zu sehen, was es zu sehen gibt, in jeder Situation, in jedem einzelnen Fall wieder aufs Neue".

 (Katalogtextauszug zur Einzelausstellung „Stereo.Typen" im art room St.Pölten, 2010 von Mag. Andrea Fröhlich - Kuratorin)